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Kostenloses Tool

Flug-Briefing und Flughafen-Check

Pistenlänge, Tankstopp, Wetter, NOTAMs und Ausweichflughäfen für Ihre Strecke. Aus denselben Daten, mit denen Operatoren bei PrivJet Ops planen.

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Passt die Piste zum Flugzeug?

Jede Flugzeugklasse braucht eine Mindestlänge an befestigter Piste: Ein Light Jet kommt mit deutlich weniger aus als ein Langstrecken-Jet. Das Tool vergleicht die längste nutzbare Piste jedes Flughafens mit dem typischen Bedarf der gewählten Klasse.

Hochgelegene Plätze wie Samedan (St. Moritz) oder Aspen verlangen mehr Pistenlänge, weil die dünnere Luft Auftrieb und Schub senkt. Das Tool rechnet deshalb mit einem Zuschlag von 7 % je 1.000 ft Platzhöhe und warnt, wenn weniger als 15 % Reserve bleiben. Gesperrte Pisten laut NOTAM fallen aus der Rechnung; bei Dunkelheit zählen nur befeuerte Pisten.

Wann ist ein Tankstopp nötig?

Ist die Strecke länger als die praktische Reichweite der Klasse, schlägt das Tool Tankstopps vor: Flughäfen in Reichweite, deren Piste passt, die nicht gesperrt sind und die das Ziel am weitesten näherbringen. Plätze mit Handling bzw. FBO werden bevorzugt. Jedes Teilstück nutzt höchstens 95 % der Reichweite.

Treibstoff und CO₂ schätzt das Tool aus dem typischen Verbrauch der Klasse, plus 45 Minuten Reserve. Wind, Beladung, Ausweichplanung und Flugstrecke nach Luftstraßen verändern den echten Bedarf.

Wetter, NOTAMs und Ausweichflughäfen

Für Abflug und Ziel zeigt das Briefing die aktuelle Wettermeldung (METAR) und die Vorhersage (TAF) mit Flugkategorie VFR, MVFR, IFR oder LIFR. Dazu kommt die Zahl der gültigen NOTAMs. Sperrungen von Flughafen oder Piste fließen direkt in die Bewertung ein. Alle NOTAMs mit Erklärung in Alltagssprache stehen auf der jeweiligen Flughafenseite.

Als Ausweichflughäfen nennt das Tool die nächsten geeigneten Plätze 25 bis 300 km vom Ziel. Für jeden Platz gibt es Sonnenauf- und -untergang in Ortszeit, wichtig für Plätze ohne Pistenbefeuerung.

Für Operatoren: PrivJet Ops

Charter-Operatoren bekommen dasselbe Briefing kostenlos im Portal von PrivJet Ops, mit allen NOTAM-Texten, FBOs und der Klasse des eigenen Flugzeugs, direkt an Anfragen und Empty Legs.

So rechnen wir

  • Pistendaten, Platzhöhe und Befeuerung: OurAirports (gemeinfrei). Nur befestigte Pisten zählen für Jets.
  • Benötigte Pistenlänge: typischer Wert der Flugzeugklasse, +7 % je 1.000 ft Platzhöhe (Faustregel). Unter dem Wert auf Meereshöhe gilt der Platz als ungeeignet, darüber, aber mit weniger als 15 % Reserve, als „prüfen“.
  • Strecke: Großkreis × 1,05 für Luftstraßen; Flugzeit, Reichweite und Verbrauch je Klasse wie in den anderen Rechnern; Reserve 45 Minuten.
  • NOTAMs: FAA SWIM (international), gültig zum geplanten Zeitpunkt. Flughafen- und Pistensperrungen werden ausgewertet, zeitweise Sperrungen nur als Hinweis.
  • Wetter: aviationweather.gov (NOAA). Die Flugkategorie fließt nur in die Bewertung ein, wenn der Flug in den nächsten drei Stunden ist.
  • Nacht: Sonne mehr als 6° unter dem Horizont (Ende der bürgerlichen Dämmerung).
  • Nicht für die Flugplanung oder Navigation. Maßgeblich sind Flughandbuch und Leistungsberechnung, die offiziellen NOTAMs und die Flugwetterberatung.

Häufige Fragen

Welche Pistenlänge braucht ein Privatjet?

Das hängt von Klasse, Gewicht, Temperatur und Platzhöhe ab. Als grobe Orientierung: Light Jets kommen mit gut 1.100 m aus, Midsize-Jets mit rund 1.400 m, große Langstrecken-Jets brauchen 1.700 bis 1.800 m, auf hochgelegenen Plätzen spürbar mehr. Das Tool zeigt für jeden Flughafen, ob die Piste reicht.

Kann jeder Privatjet nonstop über den Atlantik fliegen?

Nein. Heavy- und Ultra-Long-Range-Jets schaffen die Strecke von Europa an die US-Ostküste nonstop, Light- und Midsize-Jets brauchen einen oder mehrere Tankstopps, etwa auf Island, in Grönland oder Kanada. Das Tool schlägt passende Plätze vor.

Was ist ein NOTAM?

Ein NOTAM (Notice to Airmen) ist eine amtliche Mitteilung über Änderungen an Flughäfen, Pisten, Navigationshilfen oder im Luftraum, zum Beispiel eine gesperrte Piste oder Bauarbeiten. Das Briefing zählt die gültigen NOTAMs und wertet Sperrungen aus.

Was bedeuten VFR, MVFR, IFR und LIFR?

Die Flugkategorie fasst Sicht und Wolkenuntergrenze zusammen: VFR = gute Bedingungen, MVFR = eingeschränkt, IFR = Instrumentenflugbedingungen, LIFR = sehr geringe Sicht oder sehr tiefe Wolken. Privatjets fliegen meist nach Instrumentenflugregeln, LIFR kann trotzdem zu Verspätungen oder Ausweichlandungen führen.

Ersetzt das Tool die Flugplanung des Operators?

Nein. Es ist eine Übersicht aus öffentlichen Daten mit Faustregeln. Die verbindliche Planung macht der Operator mit Flughandbuch, Leistungsberechnung, offiziellen NOTAMs und Wetterberatung.